Monday, 17. november 2008 1 17 /11 /Nov. /2008 20:49

Eine neue Bewegung

Seit kurzem ist v.a. im angloamerikanischen Raum eine neue Bewegung im Gange - “the Raw Food Movement“. Anhänger_innen, die gerne als Raw Foodists oder Raw Food Enthusiasts bezeichnet werden, lehnen hoch verarbeitete, erhitzte Nahrung ab und ernähren sich weitgehend von rohem Obst und Gemüse sowie von Nüssen und Samen, Algen, Pilzen und Kräutern. Besonderes Augenmerk wird auf so genannte “Superfoods” gelegt. Inspirierende Persönlichkeiten wie z.B. David Wolfe, Gabriel Cousens, Shazzie oder Kate Wood und viele weitere motivieren Menschen aller Altersklassen zu einem gesünderen, erfüllenderen Lifestyle.

Gut, zugegebenermaßen erscheinen die genannten Personen teilweise auf den ersten Blick ein wenig spirituell/esoterisch angehaucht. Das lässt die Bewegung auf eine_n Wissenschaftler_in auf Anhieb nicht unbedingt seriös wirken, schon klar. Dennoch: Es scheint was an dieser Art zu leben dran zu sein. Immer mehr Leute entschließen sich dazu, ihr Leben grundlegend zu verändern - und nur noch vegane Rohkost zu essen. Daher ist auch der wissenschaftliche Hintergrund von Interesse - oder ist das alles nur Lug und Trug? Dieser Frage lohnt es nachzugehen.

Was hat es nun aber mit diesen dubiosen “Superfoods” auf sich?


Unter “Superfoods” werden Lebensmittel verstanden, die über eine überaus herausragende Nährstoffdichte verfügen. Sie stellen dem Körper eine unglaubliche Energiequelle zur Verfügung. Hier ist nicht von Heidelbeeren oder Brokkoli die Rede, welche im TV oft mit “Superfoods” tituliert werden. (Ohne Frage handelt es sich aber auch bei diesen beiden um schmackhafte, gesundheitsfördernde Ergänzungen des veganen Speisezettels.) Die hier erwähnten Superfoods spielen in einer ganz anderen Liga. Sie sind “whole foods” und daher nicht mit isolierten synthetischen Vitaminpräparaten und unseriösen Ergänzungsmitteln vergleichbar.

Welche Lebensmittel werden zu den “Superfoods” gezählt?

Kakao (roh): hohe Nährstoffdichte, sehr reich an Mineralstoffen (v.a. Magnesium und Schwefel, aber auch Eisen und Phosphor), Vertreter der B-Vitamine, Antioxidantien (vgl. drei mal mehr als Grüner Tee), Protein und Fett. Auch Neurotransmitter sind in den sexy Bohnen enthalten, z.B. das “bliss chemical” Anandanamid oder auch Cannabioide. Außerdem ist die Aminosäure Tryptophan enthalten, welche der Körper zur Serotonin-Synthese benötigt. Weitere interessante Inhaltsstoffe: Phenylethylamin, MAO Inhibitoren (Anti-Depressivum, Appetit-Suppressant), Theobromin und Koffein.

Goji Beeren: Alle 8 essentiellen Aminosäuren sind in diesen kleinen Früchtchen, die auch unter dem Namen “Wolfbeeren” bekannt sind, enthalten! Dies macht sie zu einer guten Proteinquelle. 22 Mineralstoffe (viel Eisen, Selen, aber auch Calcium, Kalium, Zink) und Spurenelemente, Vitamine (besonders die der Gruppe der B-Vitamine) und enorme Mengen an Beta-Karotin. Nicht zu verachten ist auch der beträchtliche Anteil der Polysaccharide, welche das Immunsystem unterstützen. Die Samen der Früchte enthalten zu guter letzt die essentiellen Fettsäuren: Omega 3 sowie Omega 6.

Maca: Die “Wurzel für alles” aus Peru! Maca ist ein Adaptogen - es hilft dem Körper da aus, wo es gerade benötigt wird (d.h. bei der Homöostase des Körpers) und wirkt so v.a. erfolgreich Stress entgegen. Vertreter der so wichtigen B-Vitamine, Protein (die Wurzel enthält 11% Aminosäuren, 18 von den insgesamt 20 Aminosäuren), 31 verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente (darunter Calcium, Zink und Eisen) sowie Omega 3 Fettsäuren lassen dieses Lebensmittel zu einem wahrhaftigen Superfood werden. Maca wirkt darüber hinaus ausgleichend auf den Hormonhaushalt und wird als Aphrodisiakum geschätzt!

Algen: insbesondere Spirulina, Chlorella, Klamath Lake Blue-Green Algae. Sie enthalten alle essentiellen Spurenelemente, Vitamine (v.a. B-Vitamine, Vitamin E), alle 8 essentiellen Aminosäuren (in einer viel besseren Bioverfügbarkeit als z.B. in Rindfleisch: 85% vs. 20%), Enzyme, Chlorophyll, Nukleinsäuren, essentielle Fettsäuren, Beta-Karotin.

Weizengras und Gerstengras: alle essentiellen Aminosäuren, Vitamine (z.B. Beta-Karotin, Vitamin C, Folsäure, Vitamin E, B-Vitamine) und Mineralstoffe (z.B. Calcium, Eisen, Magnesium, Phosphor). Gerstengras verfügt über ca. 30 mal so viel Vitamin B1 und ca. 11 mal so viel Calcium wie Kuhmilch! Der hohe Proteingehalt von 20% mit allen 20 Aminosäuren und 90 Spurenelemente lassen außerdem staunen. Außerdem sprechen wir hier von der besten Chlorophyllquelle überhaupt!

Purple Corn, Camu Camu und Suma: Neben einigen anderen Superfoods sind diese hier noch sehr interessant. Purple Corn besticht durch seinen hohen Anteil an Anthocyanen (sekundäre Pflanzenstoffe, welche z.B. Weintrauben - also auch Rotwein - und Heidelbeeren blau/purpur färben und diesen somit den Ruf als “Quelle für Antioxidantien” beschert haben). Camu Camu hat einen unwahrscheinlich hohen Vitamin-C-Anteil! Und Suma ist wie Maca ein wirkungsvolles Adaptogen.

Kokosnuss, Hanf- und Leinsamen gehören nicht zuletzt wegen ihrer essentiellen Fettsäuren (Omega 3 und 6 in Lein und Hanf sowie mittelkettige gesättigte Fettsäuren für einen schnellen Stoffwechsel in der Kokosnuss) zu den Top Superfoods! Das Wasser der Kokosnuss sorgt nach dem Sport für den perfekten Elektrolytausgleich und weist in seiner Zusammensetzung erstaunliche Ähnlichkeit mit dem menschlichen Blutplasma auf.

Hier wird nur kurz auf eine Auswahl der verschiedenen Superfoods eingegangen. Es ist von immenser Bedeutung, diese Informationen zu verbreiten. Durch Werbung und andere Arten der Hirnwäsche glauben die meisten Leute, es sei gesund, einen pestizidverseuchten, nährstofflosen Gartensalat (bei “McMurder”) oder ein Stück ach so gesunden, mit Schwermetallen belasteten, in Transfettsäuren gebrutzelten Fisch (bei “Nordmord”) zu konsumieren.
Tatsache ist, dass durch den rücksichtslosen, ausbeuterischen Umgang mit den natürlichen (begrenzten) Ressourcen die Nährstoffdichte unserer pflanzlichen Lebensmittel immer weiter sinkt, sodass solche “Superfoods” als sehr hilfreich erscheinen, um Mängeln entgegen zu wirken. Es sei auf jeden Fall der Konsum von regionalem, saisonalem Bio-Obst und Gemüse empfohlen, welches so wenig verarbeitet wie möglich verzehrt werden sollte.

Eine empfehlenswerte Dokumentation zu diesem Thema: “Food Matters” (www.foodmatters.tv).

von littleviolet
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Sunday, 16. november 2008 7 16 /11 /Nov. /2008 21:28
Da ich beim ersten Juice Feasting Anlauf vor 2 Wochen nur ca. 2 ½ Tage gefeastet habe anstatt der 14 Tage, starte ich nun eine Mini Challenge, die ich jederzeit weiter verlängern kann.

Heute und gestern habe ich den ganzen Tag sitzend, fernsehend, essend, schlecht gelaunt verbracht. Ich hege keine Schuldgefühle, auch keinen Selbsthass gegen mich. Ich bin, die ich bin. Ich habe ein Problem mit Fernseh-Sucht, ich lenke mich vom Lernen ab, ich tue nicht, was ich tun wollte, ich suche Ausflüchte vor unangenehmen Situationen ... Ich überesse mich.

Es kann genauso gut sein, dass sich in den letzten Tagen ganz einfach meine Menstruation angekündigt hat. Aber diese Menge an Essen, die ich verzehrt habe, hat mein Körper bestimmt nicht gebraucht. Aber es ist schon ein sehr wichtiger Schritt, dies zu erkennen.

Ich habe gestern und heute auch Gekochtes gegessen: Vollkornbrot, Tofu und Hirsenudeln. Alle diese Dinge schmeckten langweilig. Ohne die Salate und Gewürze kaum genießbar, nur die Konsistenz war interessant. Nun, das zeigt mir wieder mal: Ich brauche diese Dinge nicht, um einen befriedigenden Speisezettel zu kreieren ^^ - eine beruhigende Erkenntnis.




Ich denke auch viel an Weihnachten und Spielabende, Tanzabende... Das sind Situationen, in denen ich Schwierigkeiten mit dem Umsetzen meines Juice Feasts habe. Das verursacht Trouble on my Mind! Hm, was tun? Das sind doch Ausnahmesituationen - muss es denn alles oder nichts sein? Kann ich auch Snacks zubereiten, ohne selbst zu naschen? Oder überfordert mich das? Bin ich so versessen aufs Essen, dass ich es nicht fertig bringe, Speisen zuzubereiten ohne zu kosten? Das stimmt nachdenklich - noch nachdenklicher.

Ich bin auch zur Erkenntnis gekommen, dass ich motivierter bin, wenn ich früher aufstehe. Deshalb möchte ich kontinuierlich um 6 Uhr früh aufstehen, danach Stretchen, Morgentoilette, Trockenbürstenmassage, MSM-Vitamin C-Drink, (Einlauf), Laufen/Rebounding.
Diese Woche (und die folgenden) heißt es dann auch noch LeRnEn ^^ - yes, Baby, let’s do it. Ich hätte eigentlich schon gestern und heute lernen wollen, aber wie bereits geschildert, war mein Hintern an der Couch festgewachsen, mein Bauch voll gestopft und mein Hirn zugemüllt vom Fernseher. Hin und wieder mal eine interessante Doku oder ein guter Film, das finde ich OK, aber mich und mein geliebtes Gehirn stundenlang IRGENDEINEM Blödsinn (mit Werbung!!!) auszusetzen... Das ist masochistisch und gegen meinen Willen! Ich bedauere mein Verhalten, ich möchte mir deshalb aber nicht böse sein. Diese Erfahrung ist bestimmt von Wert für mich. Ich will mit dieser schrecklichen Gewohnheit brechen. Und ich möchte Mitgefühl mit mir selbst haben.

Back to the Juice Feasting Mini Challenge ^^ ... Ich hole mir Inspiration von Blogs im Internet. Ich werde auch selbst einen Blog machen. Genau genommen hab ich in den Sommerferien 08 schon einen begonnen - diesen hier *g* (littleviolet.overblog.de).


Ein Überblick über diese Woche wäre sicher von Vorteil. Daher mal ein paar Vorschläge an mich selbst:

Montag - 1.Tag:
- ½l warmes Wasser (ca. 45°C) + Saft einer Zitrone + 1TL Camu Camu +  1EL MSM
- Supplemente: Vitamin D, DHA, Enzyme, Spirulina
- 1l Veggie & Fruit Juice: Apfel/Chinakohl/Karotte/Ingwer
- 1l Brennnesseltee
- ½l Wasser (zum Mitnehmen)
- 1/2l “Fühl dich wohl” Tee (zum Mitnehmen)
- 1l Gurke/Sellerie/Tomate/Kräuter/Algen (wie Suppe löffeln)

Ob das reicht?
Ich denke, wenn ich auch noch viel Wasser und Tee trinke, bringe ich wohl kaum die empfohlenen 4l Saft hinunter! ^^ Wobei, bei meiner geringen Körpergröße brauch ich wahrscheinlich gar keine 4l ;)

Ich überlege auch, Superfoods in die Säfte zu mixen. Ich bereite meine Säfte mit meinem Vita Prep + Nut Milk Bag zu. Nach dem Auspressen könnte ich einen Teil des Saften zurück in den Blender geben und 1EL Superfood Pulver hinzufügen!
Beispiele:
- Ashwaganda
- Maca
- Gerstengras
- Spirulina
- Crystal Manna
- Acai
- Camu Camu
- Purple Corn
- He Shou Wu
...

Diese Pulver genügen in minimaler Dosis und behindern wohl kaum die Aufnahme der restlichen Nutrients. Ergo > give it a try ;)

Ich hätte da ja auch noch ***RAW CHOCOLATE*** - also rohes Kakaopulver, nur leider befürchte ich, dass Theobromin/Koffein nicht unbedingt so förderlich während eines Juice Feasts sind... wobei: Mal eine Banane (hui) mit Wasser und Kakao mixen und "auspressen" ... so vor dem Fortgehn ... aber naja, das wär dann eher eine AUSNAHME. *lol* Gojibeeren werden einfach eingweicht und dann zusammen mit anderen Früchten zu Saft verarbeitet! :) Geniale Kombi: Orange/Apfel/Goji! ^^

Namaste,
~ little violet ~

*** floating on a riverboat and loving the journey called life***

von littleviolet
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Sunday, 16. november 2008 7 16 /11 /Nov. /2008 21:17
Hallo!
Tja, mein Juice Feast Versuch # 2 hat dann doch nur 2 oder 3 Tage gedauert. Es war eine gute Erfahrung und auf jeden Fall eine erleichternde Zeit für meinen Körper.
Dieses Wochenende war wieder einmal alles andere als ideal ^^ hab etwas sehr über die Strenge geschlagen. Und zugenommen hab ich in den vergangenen Wochen auch *tüdeldüü* Ja, ich geb's ja zu: Ich hab ohne physisches Hungergefühl gegessen ohne Ende (warum denn bloß?) und das ist noch nicht alles: Ich hab vor dem TV gesessen und wahl- und ziellos in mich hineingestopft, was gerade da war. Nicht besonders klug von mir. Whatever. x)
Ich starte daher Versuch # 3! Und bin voll motiviert ^^
(Übrigens habe ich schon öfter mal wo gelesen, dass es für ein solches Juice Feasting Abenteuer nicht selten mindestens 3 Anläufe braucht - da sieht mensch, welch intensive Beziehung wir teilweise zu unserem Essen haben. "Essen um zu leben" - schön wär's! Bei mir hieß das bisher wohl eher: "Leben, um zu essen" - Schluss damit! ^^)



Alas, dann mal los :)
~little violet~

von littleviolet
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Monday, 3. november 2008 1 03 /11 /Nov. /2008 22:43
hallo alle da draußen,

ich habe heute in den frühen morgenstunden noch frohen mutes in die welt hinausposaunt, dass ich ein 10-days-juice-feast mache - und nun sitze ich da, und ich hab "versagt". "versagen" ist wohl das falsche wort, ich habe am abend grad so viel gegessen, ich hatte untertags zu wenig saft mit dabei und keine möglichkeit, mal schnell heimzufahrn und welchen zu machen oder so... ich hielt dann so bis 17 uhr durch - und dann bekam ich übelste kopfschmerzen (entgiftungserscheinung - eh klar) und ich hätte noch 3 sachen erledigen sollen und ich war nur noch fertig, hab nix von der vorlesung mitgekriegt... und ich bekam höllische gelüste auf feste (vegane) nahrung... nicht nur rohkost. und ich gab nach. und wie geht's mir jetzt, nachdem ich mich überessen habe? schlechter als vorher!! mir geht's ganz, ganz schlecht.
ein grund mehr dafür, mir morgen eine zweite chance zu geben. ;)
ich möchte nicht zu hart zu mir selbst sein, und versuche daher auch nicht, mich selbst mit vorwürfen zu überhäufen (das war bisher immer der fall). dabei war ich zu mittag (als ich mit saft versorgt war, der mir wunderbar geschmeckt hat!), als ich gemütlich und entspannt auf der wiese - mit kopfhörern in den ohrn - musik gehört hab, soooo gut!!! ich war rundum glücklich und zufrieden. arg, wie schnell sich so etwas ändern kann. meine gefühlslage ist momentan eher instabil. ich hoffe, das gleicht sich bald wieder aus!
also, morgen versuche ich den 2. start - jetzt möchte ich mir diese "auszeit für meinen körper" erst recht schenken. ;)

ich halte euch auf dem laufenden, falls das überhaupt jemand liest ^^

~ little violet ~

PS: Hatte einen grandiosen Saft: Orange/Gojibeere :)


von littleviolet
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Monday, 3. november 2008 1 03 /11 /Nov. /2008 00:41
hallo liebe leute, die es interessiert - ich mache ab heute ein 10 days juice feasting experiment ,)
warum?
um meinem körper wieder mal was richtig gutes zu tun - mehr auf der sehr empfehlenswerten seite www.juicefeasting.com! auch von angela stokes (www.rawreform.com) habe ich viel lernen dürfen. ich experimentiere erst mal mit 10 tagen. vielleicht verlängere ich (auf ca. 30-45 tage). mal schaun ^^
feel juicy, go raw
~ little violet ~
von littleviolet
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